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Wir alle haben Angst vor dem Bild, das sich Andere von uns machen. Dabei haben wir es selbst in der Hand, ob wir als einsames Portrait in schwarz-weiß enden oder ob wir auf ein Gruppenfoto gehören. Wir entscheiden, ob wir schüchtern ins Blitzlicht blinzeln oder ob es der Schnappschuss eines Kämpfers wird. Und selbst wenn die meisten Fotos bescheuert aussehen, auf einem Abzug entdecken wir es dann, das Schöne, Kluge, Mutige von uns, das wir schon fast vergessen hatten.

aus: doctor's diary, Staffel ?, Folge ?

na los, denken sie nach, kramen sie tief in ihrem kopf herum, dann sagen sie es mir, sagen sie es uns allen.
was ist das, wovon sie alle träumen?
der weltfrieden? dachte ich mir.
träumen sie von internationalem ruhm? 
träumen sie davon den pulitzer-preis zu gewinnen oder den friedensnobelpreis, einen mtv music award?
träumen sie vielleicht davon, mal einen genialen attraktiven liebhaber kennenzulernen? nach außen hin röde aber insgeheim brodelnd vor nobler leidenschaft und bereit, auf der feuchten stelle im des bettes zu schlafen.
ich hätte gern zwei. wie bitte? ich hätte gern zwei. kimberly hätte gern zwei. sie verstehen, was lacan meint.
träume müssen auf jeden fall unrealistisch sein, denn in dem augenblick, in der sekunde, wenn man bekommt, was man sucht, will und kann man es nicht mehr wollen. 
damit man weiterhin existieren kann, sollten die objekte der begierde immerwährend abwesend sein. 
das ist nicht das es, was man will, sondern der traum vom es.
also unterstützt die begierdeträume, die verrückt sind.
das meint pascal wenn er sagt, dass wir nur wirklich glücklich sind,
wenn wir das zukünftige glück in tagträumen erleben oder wenn wir sagen die jagd ist schöner als das töten oder gib acht darauf, was du dir wünschst.
nicht, weil man es bekommt, sondern weil man dazu verdammt wäre, es nicht mehr haben zu wollen, wenn man es hat.
lacans lehre besagt also dass man nie glücklich wird, wenn man nach seinen bedürfnissen leben will.
wahrhaft mensch zu sein bedeutet sich zu bemühen ein leben zu führen, das sich nach ideen und idealen richtet.
und nicht sein leben nach dem zu bemessen, das man erreicht hat in bezug auf seine begierden, sondern nach den kurzen momenten der integrität, des mitgefühls, der vernünft, ja sogar der selbstaufopferung, weil wir letztlich nur die möglichkeit haben, die bedeutung  unseres eigenen lebens nach der wertschätzung des lebens anderer zu bemessen.

aus: Das Leben des David Gale (Film)

 Bevor du da warst, Bella, war mein Leben eine mondlose Nacht.
Sehr dunkel, aber mit Sternen - Punkte aus Licht und Weisheit.
Und dann bist du über meinen Himmel gesaust wie ein Meteor.
Plötzlich stand alles in Flammen, da war Glanz und da war Schönheit.
Als du weg warst, als der Meteor hinter dem Horizont verschwunden war, wurde alles schwarz.
Nichts hatte sich verändert, aber meine Augen waren vom Licht geblendet.
Ich konnte die Sterne nicht mehr sehen.
Und es gab für nichts mehr einen Grund.

aus: Bis(s) zur Mittagsstunde